Hormonsensitives Mammakarzinom: Aromatasehemmer senkt Rezidivrisiko

Bezüglich der unerwünschten Ereignisse wurden mehr Knochenbrüche bei Patientinnen festgestellt, die mir Aromatasehemmern behandelt wurden (6,4 % versus 5,1 %). In einer Metaanalyse randomisierter Studien wurde nun die Frage untersucht, ob Aromatasehemmer auch einen Vorteil gegenüber Tamoxifen bei dem Einsatz gegen prämenopausalen Brustkrebs unter zusätzlicher ovarieller Suppression bietet. Für die Metaanalyse wurden vier Studien mit insgesamt Patientinnen inkludiert. Die Patientinnen erhielten jeweils für drei oder fünf Jahre Aromatasehemmer oder Tamoxifen. 99 % Konfidenzintervall (KI) des Risikoverhältnisses (Risk Ratio, RR) gebildet.

Kann dann mit einem anderen Wirkstoff antihormonell weiterbehandelt oder die endokrine mit einer zielgerichteten Therapie kombiniert werden. Durch die Dauerstimulation werden zudem die Rezeptoren an der Hirnanhangdrüse abgebaut. Als Folge kommt die körpereigene Östrogenproduktion zum Erliegen, so dass die Krebszellen nicht mehr zum Wachsen angeregt werden. NebenwirkungenDie Nebenwirkungen der Aromatasehemmer ähneln denen der Anti-Östrogene. Schwerwiegende Nebenwirkungen wie Thrombosen, Schlaganfälle oder bösartige Gebärmuttertumoren kommen nicht gehäuft vor.

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Exemestan ist der erste oral anzuwendende steroidale Aromatasehemmer. Das lipophile Molekül wird schnell und zu einem hohen Anteil aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die Resorption kann durch die Einnahme zu einer Mahlzeit um etwa 40% erhöht werden.

Nach Angaben von Professor Dr. Marion Kiechle, Leiterin der Frauenklinik der TU München, lohnt sich der Switch aus therapeutischer Sicht zu jeder Zeit. Problematisch ist jedoch die Compliance bei der Langzeittherapie. Außerdem lehnen viele Frauen einen Wechsel des Medikaments ab, wenn sie gute Erfahrungen mit Tamoxifen gemacht haben, berichtete Renate Haidinger, Erste Vorsitzende des Vereins »Brustkrebs Deutschland e. Die Patientin müsse erst Vertrauen in die neue Therapie gewinnen. Eine über zehn Jahre dauernde Behandlung von postmenopausalen Frauen mit frühem Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom mit Aromatasehemmern wie Letrozol senkt das Rezidivrisiko um 34% im Vergleich zu einer nur fünfjährigen Behandlung. Keine Unterschiede zwischen der Behandlung mit Tamoxifen und Aromatasehemmern wurde bezüglich der brustkrebsspezifischen Mortalität, der Mortalität ohne Rezidiv und der Gesamtmortalität festgestellt.

Aromatasehemmer 5 plus 2 Jahre geben

Auch zum (eingeschränkten) Schutz der Eierstockfunktion während einer Chemotherapie werden sie im Sinne individueller Abwägungen vor Beginn der Chemotherapie eingesetzt. Aromatasehemmer können im frühen und im fortgeschrittenen Stadium einer Brustkrebserkrankung eingesetzt werden. Liegen bereits Metastasen vor, können Aromatasehemmer das Tumorwachstum stoppen oder verlangsamen. Patientinnen mit rezeptorpositivem Mam­makarzinom hatten nach fünf Jahren Tamoxifen-Gabe randomisiert für geplante weitere fünf Jahre Letrozol (2593 Frauen) oder Plazebo (2594 Frauen) erhalten. Primärer Endpunkt war das krankheitsfreie Überleben; zu den sekundären Endpunkten zählten Gesamt­überleben, Auftreten kontralateraler Tumoren und Nebenwirkungen der Therapie.

Aromatasehemmer, Verbindungen, die die Umwandlung von C19-Androgenen in C18-Östrogene, d. Eine adjuvante antihormonelle Therapie senkt bei postmenopausalen Frauen mit Brustkrebs das Rückfallrisiko. Dabei war der Aromatasehemmer Anastrozol in Studien effektiver als das bisherige Standardmedikament Tamoxifen. Nach fünf Monaten mit Aromatasehemmern liege ich das erste Mal auf der Behandlungsliege und werde akupunktiert.

Wenn Sie die Behandlung nicht gut vertragen, sprechen Sie Ihren Arzt am besten direkt darauf an. Vor allem bei längerer Einnahme können die Knochen mit der Zeit poröser werden und leichter brechen, es entwickelt sich also eine sogenannte Osteoporose (Knochenbrüchigkeit). Internationale Leitlinien empfehlen heute, bei postmenopausalen Frauen in den ersten fünf Jahren nach einer Brustkrebsoperation einen Aromatasehemmer einzusetzen, berichtete der Gynäkologe. Jedoch bekämen in Deutschland nur vier von zehn betroffenen Frauen das moderne Medikament, in den USA seien es doppelt so viele. Für die bessere Beurteilung des Einflusses auf die Mortalität seien jedoch längere Nachuntersuchungszeiten notwendig.

Bericht attestiert Zusatznutzen für Aromatasehemmer

Diese Studienergebnisse wurden beim Jahreskongress der amerikanischen Krebsgesellschaft (American Society of Clinical Oncology, ASCO) im Juni 2011 in Chicago vorgestellt. Dass auch die Umstellung von Tamoxifen auf Anastrozol (»Switch«) innerhalb der fünfjährigen Behandlungsdauer sinnvoll ist, zeigten mehrere Studien. Bei Frauen, die nach zweijähriger Tamoxifen-Therapie auf Anastrozol umgestellt wurden, dauerte es statistisch gesehen länger bis zum Wiederauftreten der Erkrankung oder bis zum Auftreten von Fernmetastasen. Der Vorteil war in der italienischen ITA-Studie, in die knapp 450 Frauen mit Brustkrebs und Lymphknotenbefall eingeschlossen wurden, besonders deutlich, berichtete Dr. Stefan Paepke von der Frauenklinik der TU München. Zudem habe es in der Gruppe, die den Aromatasehemmer bekam, nur einen Fall von Endometrium-Krebs gegenüber sechs Fällen in der Tamoxifen-Gruppe gegeben.

Eine Verlängerung der Therapie bis zehn Jahre soll insbesondere bei erhöhtem Rezidivrisiko erwogen werden. Diese Substanzen bewirken jedoch keine ausreichende Verminderung der ovariellen Östradiolproduktion. Durch die Blockade der peripheren Östrogenbildung kann es in der Prämenopause sogar zur Aktivierung der Gonadotropin-Achse und folgend zu einer ovariellen Überstimulation kommen. Aus diesem Grund ist eine Aromatasehemmertherapie bei prämenopausalen Frauen ohne zusätzliche ovarielle Suppression (operativ oder medikamentös) kontraindiziert.

Bei Männern können Xenoöstrogene einen Rückgang der Beschaffenheit und der Zahl der Spermien und damit ihrer Fruchtbarkeit auslösen. Bei Frauen können sie zu einer Vielzahl von Frauenkrankheiten führen, die alle auf ein Übermaß an Östrogen und einer unzureichenden Menge an Progesteron zurückzuführen sind. Gesundheitsprobleme bei Frauen während der Menopause sind bekannt. Viele der dabei auftretenden klinischen Symptome können gebessert https://www.frontiir.com/de-steroids-safe-com/drostanolon-enantat-auswirkungen-und-neue/ werden, wenn man die zu schwache Produktion von Östrogenen auf natürliche Weise erhöht und dadurch die Konzentration dieser Hormone im Körper erhöht. Die häufigsten Nebenwirkungen von Letrozol ergeben sich aus der anti-hormonellen Wirkung und ähneln denen von Östrogenmangel-bedingten Wechseljahresbeschwerden. Kopfschmerzen, Schwindel, Hitzewallungen und Stimmungsveränderungen sind beispielsweise typische Nebenwirkungen von Letrozol.